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Day of Immunology

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Freiburg

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Viren in der Stadt

Die Europäische Vereinigung der Immunologischen Gesellschaften (EFIS) hat den 29. April 2005 europaweit zum Tag der Immunologie erklärt. Dieser Tag soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit über den Aufbau und die Funktion des menschlichen Immunsystems aufzuklären.
Aus diesem Anlass wird die Abteilung für Molekulare Immunologie der Universität Freiburg zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Immunbiologie und anderen immunologischen Arbeitsgruppen der Universität in der Altstadt von Freiburg am Nachmittag des 29. Aprils von 14-17 Uhr das immunologische Spiel „Viren in der Stadt“ veranstalten. Dieses Spiel soll die Funktionsweise des Immunsystems verdeutlichen.
Vielen Menschen sind die Namen wichtiger Pathogene, wie Viren (z.B. SARS, HIV, etc.) und Bakterien (Tetanus, Salmonellen, etc.) vertraut, aber die wenigsten kennen die Zusammensetzung und Funktionsweisen des eigenen Immunsystems, das uns täglich vor Infektionen schützt. Das Immunsystem des Menschen besteht aus 10 Billionen Lymphozyten, die auch als weiße Blutzellen bezeichnet werden. Diese Zellen befinden sich auf ständiger Wanderung durch unseren Körper und sind im Blut, den lymphatischen Organen (z. B. in der Milz oder dem Thymus) sowie den Geweben anzutreffen. Dringen fremde Stoffe oder Organismen in unseren Körper ein, so werden sie von den Zellen des Immunsystems erkannt und sofort angegriffen. Die Immunzellen können dabei mit Viren befallene Zellen zerstören oder Stoffe, z.B. Antikörper, produzieren, die Viren oder Bakterien abfangen und ihre Zerstörung einleiten. Dabei besteht unser Immunsystem aus verschiedenen Zelltypen, die unterschiedliche Aufgaben bei diesem Abwehrkampf einnehmen. Dies sind zum Beispiel die dendritischen Zellen (DC), die man auch als Wächterzellen bezeichnen kann und die in großer Zahl in unserer Haut oder im Darmepithel sitzen und eindringende Fremdstoffe erkennen und das Immunsystem alarmieren können. Des weiteren gibt es die B Lymphozyten, die nach ihrer Aktivierung Antikörper produzieren, welche die Fremdstoffe abfangen. Daneben spielen die T Zellen in Form von zytotoxischen T Zellen, auch als Killerzellen bezeichnet, die Rolle, Virus befallene Zellen zu zerstören. Andere T Zellen, die T Helferzellen, fungieren als Regulatoren der Aktivierung, spielen aber auch beim Abschalten des Immunsystems nach einer erfolgreichen Immunabwehr eine wichtige Rolle.
Im Rahmen des Immunologischen Spiels „Viren in der Stadt“ werden die unterschiedlichen Funktionsweisen dieser Zellen von Studenten des Studiengangs für Molekulare Immunologie und Mitarbeitern der immunologischen Institute am 29. April veranschaulicht. Die MitspielerInnen werden verschieden farbige T-Shirts tragen und sich entweder als Viren (V, mit roten T-Shirts), als dendritische oder Wächterzellen (DC, graue T-Shirts), als T Zellen (T, blaue T-Shirts) und B Zellen (B, gelbe T-Shirts) verhalten und so die Funktionsweise dieser Zellen in einer Immunabwehrsituation verdeutlichen.


Created by bade
Last modified 15.03.2005, 51